Gewaltpräventionskurse an der Helene-Weber-Schule

Wie kann ich mich vor Gewalt schützen oder wirksam dagegen vorgehen? Eine Frage, die sich so mancher Schüler schon gestellt hat. Denn immer wieder werden wir in unserem Alltag mit aggressiven Personen konfrontiert. Umso wichtiger ist es, dass man lernt, wie man auf solch bedrohliche Situationen angemessen reagiert.
Der Gewaltschutztrainer Manfred Lustig, der jahrzehntelange Erfahrung in der Jugendarbeit hat, zeigte auf Einladung der Schulsozialarbeit und der Schulleitung der Helene-Weber-Schule den Klassen der Berufsfachschule pädagogische Erprobung (BFPE), wie sie sich gegen Gewalt wehren können. In den vierstündigen Veranstaltungen, die Anfang Februar in den Klassen stattfanden, wurden hilfreich Verhaltensmuster demonstriert und Grundlagen vermittelt. Dabei erlernten die Schüler spielerisch und unter dem immer wieder anfeuernden Motto „Ich bin gut, mutig und stark“ defensive Körperhaltungen, lautes Schreien zu Hilfezwecken und praktische Schlagübungen im Falle einer notwendigen Verteidigung. Wichtig war, dass sich die Schüler sowohl in der Täter- als auch Opferrolle widerfanden, um die Unterschiede klar zu erkennen. Auch das Selbstvertrauen der Teilnehmer wurde so geschärft, denn Fachleute bestätigen immer wieder, dass ein gestärktes Selbstbewusstsein dabei hilft, sich vor Übergriffen zu schützen. Daneben wurde auch theoretisches Wissen vermittelt: Welche Tätertypen es gibt, was überhaupt eine Gewalttat ist und was man rechtlich beachten sollte, wenn man sich wehrt. Schließlich wurden auch Konfliktlösestrategien beschlossen, damit man potenzielle Übergriffe bereits im Keim ersticken kann. Dies alles wurde von den Schülern mit Begeisterung aufgenommen. Die einhellige Meinung hieß dann auch: Das sollte jedes Jahr angeboten werden!
Am Ende erwarben alle Schüler ein Zertifikat, welches die erfolgreiche Teilnahme bestätigte.